A river runs through itEnns

Die Enns ist mit ihren über 250 Kilometern der längste Strom Österreichs, der sowohl seinen Ursprung als auch seine Mündung innerhalb des Bundesgebietes hat. Von der gesamten Lauflänge gilt mit wenigen Ausnahmen nur noch der etwa neun Kilometer lange Abschnitt im Nationalpark Gesäuse als naturnah, der weitaus überwiegendere Teil dieses einst so imposanten Flusses fiel Begradigungen oder Kraftwerksprojekten zum Opfer.

Style:
Colour
Date:
2009 -
Credits:
Photography by Martin Hartmann

Im tiefsten Winter fällt kaum ein Sonnenstrahl zu den Fluten der Enns im Gesäuse. Wenn die Bergspitzen der Hochtorgruppe noch im letzten Sonnenlicht verglühen, hält bereits tiefer Schatten die Flussufer im eisigen Griff gefangen. Von der Lauferbauern-Brücke sind es nur noch wenige hundert Meter, bevor die Enns sich über den donnernden Katarakt des Gesäuse-Eingangs in die Tiefe stürzt - selbst im Winter ein eindrucksvolles Naturschauspiel!

Photography & Martin HartmannPhotography by Martin Hartmann

Herbstliche Nebel umgeben noch den Reichenstein. Doch schon bald werden diese flüchtigen Vorboten eines strahlenden Tages verschwunden sein und einen ungestörten Blick auf die farbenprächtige Landschaft des Gesäuses erlauben.

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Anders als in klassischen Wirtschaftswäldern ist das ausreichende Vorhandensein von Totholz ein Qualitätsmerkmal naturnaher Wälder. Unzählige Tierarten sind auf diese wichtigen Strukturen angewiesen und seit der Gründung des Nationalparks Gesäuse wird diesem vielfältigen "Lebensraum im Kleinen" auch wieder die ihm zustehende Bedeutung beigemessen.

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Einst war die Enns einer der bedeutendsten Wildflüsse Österreichs. Vom Gesäuse abwärts bis weit ins Oberösterreichische hinein durchströmte sie eine phantastische Schluchtstrecke mit unzähligen Katarakten, Engstellen und weitläufigen Schotterbänken. Wehmütig liest man die Befahrungsberichte wagemutiger Faltbootfahrer aus den 30er- und 40er-Jahren, die, den Kraftwerksbau vor Augen, vom "baldverlorenen Paradies" sprachen. Umso einzigartiger und wertvoller ist daher jener verbliebener Abschnitt, der nun im Nationalpark Gesäuse auch für zukünftige Generationen bewahrt bleiben wird.

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