Black & WhiteEnns

"Dieses stattliche Wasser weiter oben so still und sanft, ist hier in seinem ursprünglichen Elemente zum wildesten Bergstrome geworden und wirft seine Fluten donnernd bald über Felsbänke, bald über Trümmer der berge. Das Gesäuse ist die großartigste und mannigfaltigste Felsenge der österreichischen Alpen..."

Peter Rosegger

Style:
Black & White
Date:
2009 -
Credits:
Photography by Martin Hartmann

Wir leben in einem großen Land:

Steigst du hinauf zu der Berge Rand,

Geht dein Blick hinaus in die Ferne gebannt;

Denn hin über Kornfelder wandert er dann,

Wo die Weingärten enden, fangen Felder an,

Und Schafweiden führen zu Wiesen heran,

Wiesen zum Wald für den Jägersmann,

Den sein Weg hinaufführt, bis der Berg ihn bannt,

Wo Kiefern stehen an steiniger Wand,

Sich in Reih und Glied strecken galant,

Eine um die andere wie Hand in Hand,

Als hielt´sie zusammen ein unsichtbar Band,

Still und starr, Priester in schwarzem Gewand,

Und jenseits vom Kamm zu Tale wieder ins Land,

Zu einem größeren, wilderem Land. 

Robert Browning - The Flight of the Duchess

Photography & Martin HartmannPhotography by Martin Hartmann

Auf der ganzen Welt

gibt es nichts Weicheres und Schwächeres als das Wasser.

Und doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt,

kommt ihm nichts gleich.

Es kann durch nichts verändert werden.

Dass Schwaches dasStarke besiegt

und Weiches das Harte besiegt,

weiß jedermann auf Erden,

aber niemand vermag danach zu handeln.

LAOTSE:Tao te king

Photography & Martin HartmannPhotography by Martin Hartmann

Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es,

Und wieder nieder zur Erde muss es, ewig wechselnd. Strömt von der hohen, steilen Felswand

der reine Strahl, dann stäubt er lieblich in Wolkenwellen zum glatten Fels,

und leicht empfangen wallt er verschleiernd, leisrauschend zur Tiefe nieder.

J.W. von Goethe - Gesang der Geister über den Wassern

Photography & Martin HartmannPhotography by Martin Hartmann

Quellen, sie münden herauf, beinah zu eilig. Was treibt aus Gründen herauf, heiter und heilig?

Lässt dort im Edelsten Glanz sich bereiten, um uns am Wiesenrain schlicht zu begleiten.

Wir, was erwidern wir solcher Gebärde? Ach, wie zergliedern wir Wasser und Erde!

Rainer Maria Rilke

Photography & Martin HartmannPhotography by Martin Hartmann

Alles ist aus dem Wasser entsprungen

Alles wird durch das Wasser erhalten! Ozean, gönn uns dein ewiges Walten.

Wenn du nicht Wolken sendetest, Nicht reiche Bäche spendetest,

Hin und her nicht Flüsse wendetest, Die Ströme nicht vollendetest,

Was wären Gebirge, was Ebnen und Welt? Du bist´s, der das frischeste Leben erhält.

Thales in Goethes Faust, Teil II

Photography & Martin HartmannPhotography by Martin Hartmann

 

 

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